„Will ich nicht, brauch ich nicht, weg damit“!
„In unserer aufgeklärten Zeit glaubt doch keiner mehr an die Hölle. Damit wurde in der Vergangenheit einfach zu viel Schindluder getrieben. Angst hat man den armen Leuten damit gemacht, um sie besser zu unterdrücken.“
So oder ähnlich denken die meisten von uns Deutschen über die Hölle. Wenn wir an ein Leben nach dem Tod glauben, dann mit der Option Himmel und Paradies, aber nicht mit der Option Hölle. Die brauchen wir nicht.
Das Dumme an der Sache ist nur, dass es nicht an unserem Ermessen liegt, ob es den Himmel oder die Hölle gibt und auch wenn religiöse Menschen mit der Hölle Machtmissbrauch treiben, heißt es dennoch nicht, dass die Hölle nicht existiert.
Wie bei vielen existenziellen Fragen stehen wir vor einem Rätsel, das wir nur mit Hilfe des Glaubens beantworten können. Die Frage ist also: Ist die Existenz der Hölle glaubwürdig?
Wenn ich mich dazu entschlossen habe „nur zu glauben, was ich sehe“, dann ist für mich der Fall schnell geklärt: Gott, ewiges Leben, Himmel oder Hölle gibt es nicht. Aber mit derselben Logik gäbe es dann auch keine Liebe, keinen freien Willen, keine Seele, keinen Geist.
Da rumort es dann doch bei uns – zumindest bei mir. Wir Menschen sind doch mehr als Maschinen und unsere Entscheidungen mehr als Illusionen!
Bei wem finden wir die Antworten auf die großen Fragen des Lebens?
Bei Jesus.. Beim Lesen der Evangelien stelle ich fest: Kein Mensch hat je tiefgründigere Antworten gegeben als Jesus. Kein Mensch hat je mehr Licht, Wahrheit und Liebe gestiftet als Jesus! Keine Biographie ist überraschender und mächtiger als die von Jesus! Er hat die Welt geprägt wie kein anderer! Sein Zeugnis der Nächstenliebe inspirierte die Entwicklung von Krankenhäusern und schließlich die unseres Gesundheitssystems.
Deswegen möchte ich die Frage stellen: Was sagt Jesus über die Existenz der Hölle? Was hat er darüber zu sagen?
Hier einige Zitate von Jesus. Dabei stellen wir fest, dass Jesus auf unterschiedliche Weise von der „Hölle“ spricht. Lesen wir seine Aussagen einfach mal selber:
Markus 9,43-44 – Von der Dringlichkeit, Sünden zu vermeiden:
Und wenn dich deine Hand verführt, so hau sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle („Gehenna“), in das ewige Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlöscht.
Anmerkung: Gehenna war ursprüngliche eine Bezeichnung für das Hinnomtal südlich von Jerusalem, der „Kadaververbrennungsanlage“ der Stadt“).
Matthäus 10,28 – über Menschenfurcht und Gottesfurcht:
Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet viel mehr den, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle („Gehenna”).
Matthäus 8:10-12 – in Anbetracht des Glaubens eines römischen Hauptmannes:
Als Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei niemand in Israel habe ich so großen Glauben gefunden! 11 Ich sage euch aber: Viele werden kommen von Morgen und Abend und werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Himmelreich; 12 aber die Kinder des Reiches werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Matthäus 13,41-42 – Über das Endgericht:
Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofenwerfen; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Matthäus 25,41 – Weltgericht über die Nationen:
Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln.
Lukas 16,23-24 – Der reiche Mann und Lazarus:
Als der reiche Mann nun in der Hölle („Hades“)war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme.
Wir sehen, dass Jesus auf unterschiedliche Art und Weise von einem Zustand im Jenseits spricht, der das Gegenteil von „Leben“ ist: Finsternis, Feuer und Pein.
Ganz ehrlich: Attraktiv finde ich die Aussagen von Jesus nicht. Lieber würde ich die Hölle „weginterpretieren“ oder sie auf unser irdisches Leben beschränken. Doch Jesus ist für mich tausendmal (oder mehr ;-)) glaubwürdiger als mein eigenes Wunschdenken, das in diesen Fragen überhaupt keine Autorität darstellt. Auch wenn manche Passagen einen gewissen Interpretationsspielraum haben, so ist die Warnung von Jesus eindeutig: Wir dürfen das Gericht Gottes nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Wenn mir ein Radiologe nach einer Untersuchung mitteilen würde, dass ich Krebs hätte, würde ich ihm nicht erwidern: “will ich nicht, glaub ich nicht!” Ich würde ihn ernst nehmen und mich von ihm über die nächsten Behandlungs-Schritte beraten lassen.
Jesus warnt uns nicht nur vor der Hölle, sondern er zeigt uns auch auf, wie wir vor ihr gerettet werden können:
Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Johannes 11:25-26
Wer an Jesus glaubt, nimmt seine Warnungen ernst, verzweifelt aber nicht! Er darf mit Hoffnung in die Zukunft blicken und wissen: Jesus hat den Tod besiegt. Er ist der Garant für das Leben – bis in alle Ewigkeit!
















